Radwegschäden in Köln: So erfasst die Stadt Schäden und setzt Prioritäten

Am Dienstag, dem 22.09.2026, hat die Stadtverwaltung im Mobilitätsausschuss eine Anfrage der SPD-Fraktion vom 15.07.2026 beantwortet. Die Fraktion wollte wissen, wie Schäden an Radwegen erfasst und behoben werden. Für RadfahrerInnen in Buchforst und Mülheim-Süd ist das ein wichtiges Thema, denn gute Wege sind die Grundlage für den Alltag auf dem Rad.

Hinweise auf Schäden erreichen die Bauhöfe demnach über den städtischen Straßenkontrolldienst und viele weitere Wege, etwa Bürgertelefon, Feuerwehr, Polizei und andere Ämter. Den größten Teil machen laut Verwaltung Meldungen über die Online-Anwendung „Sag's Uns“ aus. Dort können BürgerInnen Schäden ortsgenau melden, sodass sie bei den zuständigen Stellen landen. Der Straßenkontrolldienst stuft jeden Schaden ein. Bei Priorität 1 besteht eine Gefahr, und der Schaden muss sofort behoben werden. Bei Priorität 2 besteht keine direkte Gefahr. Danach erhalten Baukolonnen oder externe Firmen einen Auftrag, den sie im Rahmen der personellen Möglichkeiten abarbeiten.

Eine Summe nur für Radwege nannte die Verwaltung nicht. Viele Wege werden gemeinsam von Fuß- und Radverkehr genutzt, deshalb lassen sie sich schwer getrennt auswerten. Für die bauliche Unterhaltung des gesamten städtischen Straßenlands rechnete sie mit rund 42 Millionen Euro pro Jahr und rund 42 BauleiterInnen. Darin sind Erneuerungen noch nicht enthalten. Die Stadt spricht von einem erheblichen Investitionsstau. Eine Sanierung eins zu eins ist laut Verwaltung wegen neuer Regelwerke und Breiten oft nicht möglich.

Die Zustandsdaten der Straßen werden derzeit noch aufgebaut. Eine automatische Erfassung per KI, etwa mit Abfallfahrzeugen, hält die Verwaltung für grundsätzlich denkbar. Kurzfristig ist sie aber nicht zu erwarten. Bis dahin bleiben Meldungen aus dem Veedel ein wichtiger Weg, Schäden bekannt zu machen.

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